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Aus der Kirchengemeinde

ERNST FELLECHNER: „WENN DIE SAALKIRCHE ZU INGELHEIM ERZÄHLEN KÖNNTE…“


Der Autor lässt in seinem neuen Buch die Ausstattungsstücke und liturgischen Gegenstände der Saalkirche lebendig selber zu Wort kommen. Sie erzählen von ihrer Entstehung, ihrer tieferen symbolischen Bedeutung und dem biblischen Bezug. Was wollen uns diese Gegenstände sagen und uns lehren? Als Beispiel sollen hier Maria und zwei Posaunenengel, die auf dem Prospekt der Dreymannorgel stehen, sprechen:

„Seit wir in die Saalkirche kamen – also evangelisch wurden – mussten wir uns umgewöhnen: Keine direkten Gebete an Maria mehr. Wir erhalten keine Kerzen- und Geldspenden mehr wie im Kloster der Weißnonnen, wo wir herstammen. Wir stehen nicht mehr im Mittelpunkt, wie seinerzeit auf dem Altar. Verständlich und doch schwer zu ertragen: Die heutige protestantische Art zu glauben ist nicht mehr die unserer Entstehungszeit. Natürlich: kein Mensch fährt heute mehr zweispännig mit der Kutsche, sondern sechzig-, neunzig-, hundertzwanzigspännig mit dem Auto. Vielleicht entspricht unsere Gast- und Nebenrolle hier in der evangelischen Saalkirche sogar besser dem biblischen Befund und der historischen Wahrheit. Aber manchmal fühlen wir uns nicht mehr wohl in unserer Haut: Sollte denn heutzutage die Ahnung von einer höheren Welt und göttlichen Wirklichkeit ganz verloren gehen?

Sollten denn Beten und Bibellesen, das Psalmensingen und der Dienst der Nächstenliebe ganz aus der Mode kommen? Sollte denn das Nachdenken über den richtigen Lebensweg und das Bekennen von Schuld, der Versuch der Umkehr und des Neuanfangs im Glauben völlig außen vor bleiben?“

Am 06.09.2019 um 19.30 Uhr wird das Buch in konzertantem Rahmen mit Carsten Lenz in der Saalkirche präsentiert.

Dort können Sie es auch erwerben und sich signieren lassen. Wer aber nicht so lange warten will, der kann es auch in der Buchhandlung Wagner oder jeder anderen Buchhandlung kaufen
(Fromm Verlag, ISBN 987-620-2-44235-0).