Meditation


Was ist eigentlich das Besondere am Gründonnerstag?

Essen Sie am Gründonnerstag auch Kartoffeln mit Spinat oder mit Grüner Soße?
Dann stehen Sie damit in einer guten alten Tradition, die schon seit dem 14. Jahrhundert belegt, aber wohl noch viel älter ist, nämlich am Gründonnerstag besonders grünes Gemüse (Grünkohl, Salate, Nesseln, junge Triebe) und grüne Kräuter zu essen.
Manche erklären sich den Namen des Gründonnerstags auch mit dieser Tradition. Allerdings ist es nicht ganz geklärt, woher der Gründonnerstag seinen Namen hat. Der Name könnte sich auch aus dem Althochdeutschen herleiten von „greinen“, also weinen.
Jedenfalls hat Jesus am Abend bevor er gekreuzigt wurde, ein letztes Mal mit seinen Jüngern zusammengesessen, mit ihnen ein letztes Mal Brot und Wein geteilt und ihnen seinen Weg in den Tod angekündigt.
Über diese Nachricht waren die Jünger tieftraurig – es war ein „Greindonnerstag“ für sie.
Mit diesem Tag beginnt Jesu Weg in den Tod, es folgt der Karfreitag, der Tag der Kreuzigung, dann der Karsamstag, der Tag der Grabesruhe und schließlich der Ostersonntag, der Tag der Auferstehung Jesu von den Toten.

Wir feiern den Gründonnerstag in der Saalkirche seit drei Jahren mit einem ganz besonderen Abend (mahls)gottesdienst. Wir erinnern uns an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern, indem wir gemeinsam Tischabendmahl feiern.
So stehen festlich gedeckte Tische im Altarraum unserer Saalkirche, um die sich die Gemeinde zum Gottesdienst versammelt. Im Gottesdienst erinnern wir uns an die Bedeutung, die Jesus Brot und Wein gegeben hat:
„Feiert immer wieder gemeinsam Abendmahl, dann bin ich mitten unter Euch.“
Wir essen als Gemeinde Jesu miteinander und gehen so gestärkt in die Nacht zum Karfreitag.

Wir freuen uns, wenn Sie mit dabei sind bei diesem besonderen Abendmahlsgottesdienst


Pfarrerin Anne Waßmann-Böhm, Maresa Biesterfeld und Iris Lenz