Meditation


Impuls

6.00 Uhr am Ostersonntag. Um diese Zeit beginnt der Gottesdienst zur Osternacht, in der wir die Wende vom Dunkel zum Licht, vom Tod zum Leben feiern.

Die Osternacht bringt wie kein anderer Gottesdienst wunderbar zum Ausdruck, dass wir zwischen Tod und Auferstehung leben. Wir leben in einer Welt, die noch dunkel ist. Das erleben wir besonders beim Verlust eines geliebten Menschen – der Tod regiert, und er ist mächtig.

In dieser Finsternis starten wir den Gottesdienst, kein Licht, kein Leuchten der Kirchenglocken, keine Musik. Dann wird in die noch dunkle Kirche feierlich die Osterkerze hineingetragen. Nach und nach wird es hell, wenn das Osterlicht der Osterkerze in den Bankreihen weitergegeben wird und das Licht der Auferstehung sich im Dunkeln ausbreitet. In dem Moment, in dem wir uns an die Auferstehung erinnern, erklingt der Osterruf:
„Christ ist erstanden!“
Wir spüren: Es wird hell in unserem Leben, Gott lässt uns nicht in dieser Finsternis. Wir feiern seinen Plan mit dieser Welt, dass er die Menschen Gott sieht unsere Finsternis, unsere Ängste und Sorgen und verwandelt sie in Licht. Es ist das Schönste, was es gibt, das nachzuempfinden.

An Ostern wird deutlich: Unser Leben ist viel weiter als das, was wir verstehen können. Diese Hoffnung auf Leben bricht sich Bahn im Ostergeschehen. Dass uns Gott hinein nimmt in dieses Leben, das ist unsere Hoffnung. Das versuchen wir als Gemeinde zu leben: Wer zu Jesus kommt, steht in einem wunderbaren Licht.

Mögen auch Sie von diesem Osterlicht erfüllt sein.


Das wünscht Ihnen,

Ihre Pfarrerin Jessica Grünenwald