Meditation


Impuls

Wir kommen aus einer seltsamen Zeit – eine solche Schließung hat unsere Gesellschaft noch nie erlebt – wir gehen in eine seltsame Zeit – die Diskussionen um die richtige Art mit der Virusgefährdung umzugehen werden uns noch lange begleiten.
Vieles konnte seit März nicht mehr stattfinden, viele hat es hart getroffen, vieles können wir beklagen, auch unsere Gemeinde betreffend:
Wir mussten unsere Saalkirche schließen, Gemeindegottesdienste und Konzerte durften dort nicht mehr stattfinden. Unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden können wir in diesen Tagen rund um Pfingsten nicht konfirmieren, die Vorbereitung auf die Konfirmation musste unterbrochen werden, die Konfifreizeit und der Jugendkirchentag mussten ausfallen. Taufen konnten keine mehr stattfinden und auch die Trauungen wurden abgesagt. Auch das Karlscafé konnte seine Pforten im Anbau nicht öffnen.
Wir mussten unser Gemeindehaus schließen, niemand durfte dort mehr zusammenkommen, nicht die Kinderchöre unserer Singakademie, nicht der Telemannchor, nicht die Bläserchöre, nicht die Pladdebuzzer und das Blaue Kreuz und auch das Büchereiteam durfte die Büchereiausleihe nicht mehr öffnen.
Unser Gemeindebrief erreicht sie erst jetzt, denn nun können wir langsam wieder öffnen, aber es ist noch lange nicht der gewohnte Alltag. Gottesdienste können wieder stattfinden, aber ganz anders und karg, die Bedingungen dafür finden Sie auf der letzten Umschlagseite. Vieles andere, besonders auch das musikalische Angebot in der Gemeinde, kann noch nicht wieder aufgenommen werden. Wir hoffen auf eine baldige Lockerung der Bestimmungen und bringen deshalb dieses Mal einen Gemeindebrief für nur einen Monat heraus. Der nächste folgt Anfang Juli mit hoffentlich neuen Informationen.
Vieles konnte nicht stattfinden – aber vieles hat auch neu stattgefunden. Davon wollen wir in diesem Gemeindebrief berichten – davon, wie wir in Coronazeiten miteinander in Kontakt geblieben sind, wie trotzdem Gottes Wort verbreitet wurde über ganz neue Wege und Kanäle und davon, wie schön und bunt unsere Gemeinde gelebt hat, trotz Schließung.

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?“

Mit diesem Mutmachspruch aus Psalm 27 grüße ich Sie alle und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen!


Das wünscht Ihnen,

Ihre Pfarrerin Anne Waßmann-Böhm