Meditation


Impuls

Am ersten Sonntag im Oktober feiern wir wieder Erntedank. Den Sinn dieses Festes hat meiner Meinung nach Martin Luther in seinem Kleinen Katechismus am allerschönsten erklärt, wenn er schreibt:

Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit allem, was Not tut für Leib und Leben, mich reichlich und täglich versorgt, in allen Gefahren beschirmt und vor allem Übel behütet und bewahrt; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst und Würdigkeit: für all das ich ihm zu danken und zu loben und dafür zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewisslich wahr.

Und auch in diesem Jahr hat sich bei jeder und jedem von uns sicherlich wieder so einiges angesammelt für das wir einfach DANKE sagen können.
Ich bin zum Beispiel besonders dankbar dafür, dass sich in unserer Gemeinde Frauen und Männer bereiterklärt haben, im Kirchenvorstand mitzuarbeiten, dass sie bereit sind, sich mit ihren Gaben, ihren Fähigkeiten und mit ihrer Zeit für sechs Jahre einzusetzen, um diese Gemeinde zu leiten und Richtungen im Gemeindeleben vorzugeben. Wer in den Kirchenvorstand gewählt wurde, können Sie auf Seite 4 lesen. Ich bin auch dankbar dafür, dass diejenigen, die nicht gewählt wurden, trotzdem bereit sind, sich für die Gemeinde zu engagieren und ihre Hilfe angeboten haben.

Aber bis zum Erntedankfest wird sich sicherlich noch vieles finden, für das ich Gott in diesem Jahr DANKE sagen kann. Eigentlich findet sich jeden Tag etwas.


Es grüßt Sie herzlich,
Ihre Pfarrerin Anne Waßmann-Böhm